Judaismus


Judaismus
Judaismus = mosaische Religion, jüdische Religion nach den Lehren des Talmuds. Wer den Judaismus verstehen will muß sich mit der Thora befassen, weil die Thora dessen Leitfaden ist.
Die Heilsbotschaft des Judaismus ist die Anerkennung und Anwendung des mosaischen Gesetzes (niedergeschrieben in der Thora); unter anderem die Beschneidung der Juden. Die Glaubensgrundlage ist Monotheismus; das heißt Bekenntnis zu dem einen wahren Gott (Jahwe) und gemäß seinen Willen zu leben.

Gottes Wille ist verankert in der Thora; zentrales Gebot der Thora ist die Nächstenliebe. Das Leben der Menschen ist nach Gottes Willen dazu bestimmt, ihm und seinen Mitmenschen zu dienen.
Der Judaismus lehnt Jesus Christus als den von Gott gesendeten Messias und Erlöser ab. Neben der geschriebenen Thora existiert auch noch die mündliche (überlieferte) Thora; laut Anhänger des Judaismus ist die Überlieferung der mündlichen Thora genauso unverfälscht wie die niedergeschriebene Ausführung.

Die Thora mit seinen 613 Regeln ist für einen Neuinteressierten sehr kompliziert und verwirrend. Der religiöse Alltag der Judaisten wird bestimmt durch Gebet, Heiligung des Sabbaths, Lesung und Auslegung der Thora und deren Propheten, Beschneidung, viele Gebote bezüglich des Fastens, der Reinheit und der Speisen sowie der Wohltätigkeit.

Viele Feste kennzeichnen das Judentum (Judaismus), unter anderem das Passahfest, das Laubhüttenfest, das Wochenfest, das Purimfest und das Neujahrsfest. Erwähnenswert ist auch noch die Zeitrechnung der Juden, das Jahr 0 beginnt mit der Weltschöpfung.



Somit entspricht das Jahr 2000 gregorian. Zeitrechnung dem Jahr 5800 jüd. Zeitrechnung. Lehrer und Prediger des Judaismus sind die Rabbiner, die auch in religionsgesetzlichen Fragen Entscheidungsgewalt haben.
Eine oberste Instanz in Glaubensfragen (siehe katholische Kirche, Papst - Vatikan) und Sakramente kennt der Judaismus nicht.